Benin-Reise im März 2013 mit Explore Bassanhoue

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Unsere nächste Benin-Reise vom 22. März bis zum 01. April. Hier die Tourplanung im Detail:

22. März 2013

Am Abend kommen Sie in Cotonou an.
Cotonou ist die Hafen-und Handelsmetropole Benins und mittlerweile die... eigentliche Hauptstadt des Landes.Alle wichtigen Ämter sind in Cotonou zu finden, und auch die meisten Regierungsstellen befinden sich in dieser Stadt. Das Team von Explore Bassanhoue erwartet seine Gäste am Flughafen. Vielleicht bleiben wir gleich einmal für eine Stunde in der Stadt und geniessen ein Béninoise, ein einheimisches Bier, in der quirligen Abendatmosphäre Cotonous. Abendessen und Übernachtung im Hotel "Casa Cornelia". http://www.hotel-casacornelia.com/index.php?lang=de

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Frühstück im "Casa Cornelia", Geld tauschen in Cotonou.

 Fahrt nach Ganvie http://de.wikipedia.org/wiki/Ganvi%C3%A9 , dem "Venedig Afrikas".
Ganvie ist eine Pfahlbausiedlung in den Flachwassern des Atlantiks. Etwa 30.000 Menschen leben hier, die sog. "Toffinous". Ganvie war in der Zeit des Sklavenhandels ein Fluchtort der Beniner/innen vor den Sklavenfängern. Ihre Nachfahren arbeiten heute überwiegend als Fischer und treiben Handel auf dem grössten "schwimmenden Markt" Westafrikas. Man braucht ein Boot (Piroge), um sich in Ganvie zu bewegen. Ich habe den Eindruck, bevor die Kinder Ganvies laufen lernen, können sie schon ein solches Einbaum steuern. Touristen, die nach Ganvie kommen, verlassen die Pfahlbausiedlung oft nach einer Rundfahrt wieder. Wir bleiben über Nacht und erkunden die kleinen Wasserstrassen und die auf Stelzen gebauten Holzhäuser mit einheimischer Führung und einer kleinen Piroge ohne Motor. Unglaublich viele Menschen sind bis in die späten Abendstunden auf den Wasserstrassen unterwegs. Unsere Herberge, ebenfalls auf Stelzen gebaut, befindet sich direkt am "schwimmenden Markt" und an der Süsswasserstelle Ganvies.
Abendessen und Übernachtung in der Herberge "Cheze M", eines der originellsten Herbergen Benins.

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24. März 2013

Nach dem Frühstück in der Herberge starten wir recht früh (gegen 06:30 Uhr) zurück zum Festland. Heute erreichen wir die Stadt Ouidah, Hochburg des Voodoo und Haupt-Verschiffungsort in der Zeit des Sklavenhandels.
Im Schlangentempel von Ouidah begegnen wir eines der zahlreichen Facetten des beninischen Voodoo. Hunderte von Pythons werden hier gehalten und verehrt. Und es ranken sich viele Mythen und Geschichten um diese Schlangen.
Auch im "Heiligen Wald" der Sklavenstadt begegnen wir der bewegten Geschichte des ehemaligen Königreiches Dahome, bevor wir der "Sklavenroute" an den Atlantikstrand folgen und am "Tor ohne Wiederkehr" noch tiefer in die dramatische Vergangenheit Benins eintauchen.
Mittagessen oder Imbiss im Hotel "Jardin Bresilien"  http://www.bda2.com/ .
Weiterfahrt nach Dogbo/Bassanhoue, Für die letzten sieben Kilometer steigen wir auf Zemidjans (Motorrad Buschtaxis) um. Wir verlassen die Zivilisation, nun gibt es keine Autos mehr, und zumeist auch keinen elektrischen Strom. Zumeist wird in den Dörfern entlang der roten Buschpiste in traditioneller Lehmbauweise gebaut. Die Kinder rufen "Jovo, Jovo!", nur selten kommen weisse Menschen hier her. "Jovo" bedeutet "Weisser", und so lange sich die Namen unserer Gäste nicht herumgesprochen haben (geht aber sehr schnell), werden sie eben "Jovo" genannt.

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25. bis 28. März 2013

In den kleinen Städten und Dörfern des Benins ist das traditionelle Leben zu Hause. Hier lebt man "Generationsübergreifend", der Respekt junger Menschen gegenüber den Ältesten im Dorf ist eine Selbstverständlichkeit. Bei Streitigkeiten schlichtet der Ältestenrat, oder der Regionskönig, von denen es im Benin sehr viele gibt. Auch wir erhalten sicher eine Audienz beim König von Dogbo, eine weise und menschlich sehr gutmütige und warmherzige Persönlichkeit.
Voodoo ist Staatsreligion im Benin, und Voodoo ist immer und überall. Doch Voodoo ist selten "schwarze Magie", sondern eher Lebensphilosophie. Voodoo-Zeremonien dienen dem Zusammenhalt der Dorfgemeinschaften, nach den in der Regel stattfindenden Tieropferungen wird "Kommunalpolitik" gemacht. Man bespricht Probleme der Grossfamilien im Dorf und sucht nach Lösungsmöglichkeiten. Und natürlich wird gemeinschaftlich getrommelt, getanzt, gesungen, gegessen und getrunken. Es ist besonders der "Sodabi" (Palmschnaps), welcher bei allen Voodoo-Zeremonien eine grosse Rolle spielt. In abenteuerlichen Buschbrennereien wird der Palmschnaps hergestellt.
In Dogbo ist der zweitgösste Markt Benins beheimatet. Die Köche von Explore Bassanhoue, die sich um das leibliche Wohl unserer Gäste in Bassanhoue kümmern, kaufen hier ein. Das Fleisch für unsere eineimische Küche wird lebend auf dem Viehmarkt erworben, Supermärkte mit einer Kühlabteilung oder Metzgereien wie in Europa gibt es hier nicht. Reichhaltig ist auch das Angebot an Früchten: Ananas, Mango, Papaya, Orangen und Bananen.
Kpotohoue liegt noch einmal sechs Kilometer tiefer im Busch. Hier gibt es keine rote Erde, der Boden ist schwarz und sehr fruchtbar. Die letzten zwei Kilometer müssen wir zu Fuss laufen, es gibt nur enge Trampelpfade. Weil es in Kpotohoue keinen Lehm gibt, bauen die Bewohner ihre Hütten aus Holz. Dünne Baumstämme dienen als Baumaterial. Hier treffen die Gäste von Explore Bassanhoue auf die ursprünglichste Lebensweise der Menschen des Benins, die noch anzutreffen ist. Wir haben unsere Zeltausrüstung mit dabei, eine Nacht verbringen wir in Kpotohue. Es gibt keine Herberge, noch nicht einmal einen kleinen Laden. Die Bewohner Kpotohues müssen einige Kilometer laufen um einzukaufen.

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29. März 2013

Heute ist erneut frühes Aufstehen angesagt. Über fünfhundert Kilometer Fahrt in den Norden Benins liegen vor uns, Ziel ist der Pendjari Nationalpark. http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalpark_Pendjari Am Abend erreichen wir das Dorf Batia und am Rande des Nationalparks erwartet uns das "Camp Numi" http://www.afrika-benin.de/ mit Antilopenragout und kreischenden Affenhorden in den Bäumen rund um das Camp. Alfred Schmutz betreibt diese urige Herberge seit Jahren. Er ist als Entwickungshelfer in den Benin eingereist, hat eine beninische Frau geheiratet und Deutschland den Rücken gekehrt. Oft unterhält Alfred seine Gäste beim Abendessen mit faszinierenden Geschichten aus seinem Leben in Westafrika. Übernachtung im Camp Numi.

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30. März 2013

Frühstück im "Camp Numi" um 06:00 Uhr. Dann geht es in den Park. Benin ist kein wirkliches Safariland. Wer der Tiere wegen nach Afrika reisen möchte, ist mit Kenia oder Namibia wohl besser beraten. Gleichwohl lohnt eine Pirschfahrt in den Pendjari: Mit Sicherheit treffen wir heute auf Affenhorden, Krokodile, Gazellen und Kaffernbüffel und mit etwas Glück auch auf Flusspferde und Elefanten. Ein Tag im Park reicht im Regelfall aber dann auch aus, um einen Eindruck von der Tierwelt im Norden Benins zu bekommen. Unser Mittagessen nehmen wir in der Pendjari Lodge mitten im Park ein.
Abendessen und Übernachtung im Camp Numi.

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31. März
Rückfahrt nach "Grand Popo" an die Atlantikküste. Wir müssen uns wieder sehr früh auf den Weg machen, die längste Fahrstrecke auf unserer Reise ist zu bewältigen. Trotz einiger Pausen wird dieser Abschnitt unserer Benin-Tour der anstrengenste Part.
Am Abend wollen wir das Hotel "Bel Azur"  http://www.hotelbelazurbenin.com/ erreichen, die letzte Nacht im Benin verbringen wir in fast schon wieder "europäischer Atmosphäre". Das Abenessen wird sicher ein Höhepunkt des heutigen Tages, das Buffet im Hotel ist wirklich herausragend.
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01. April
Cotonou müssen wir nicht ganz so früh erreichen, die Air France Flüge zurück nach Paris starten ja erst am späten Abend, zumeist kurz vom Mitternacht. Nach dem Frühstück geht es also zurück in das Großstadtleben. Unbedingt sollten wir uns noch den grössten Markt Westafrikas ansehen: Dantokpa. Zehntausende von Menschen sind hier täglich unterwegs, kaufen ein und bieten ihre Waren an. Zahlreiche Standbesitzer wohnen und schlafen auch direkt auf dem Markt. Die Händer/innen kommen aus vielen Teilen des Kontinents, auch Menschen aus dem muslimisch geprägten Afrika sind hier anzutreffen: Libanon, Niger, Burkina Faso ... .
Ebenfalls der Künstlermarkt von Cotonou ist einen Besuch wert. Traditionelle und moderne Maler/innen, Bildhauer/innen und Holzschnitzer/innen stellen hier ihre Werke aus und bieten ihre Arbeiten zum Verkauf an. Aber auch an diesem Ort treffen wir nicht auf viele Touristen. Benin ist noch immer ein touristischer Geheimtip. Und so sind die meisten Kunden auf dem Künstlermarkt einheimischer Herkunft.
Gutes, traditionelles Essen gibt es in den Garküchen Cotonous. Wollen wir uns zu unserem Abschieds-Abendessen noch einmal auf die Spezialitäten Benins einlassen? Explore Bassanhoue weiss, wo es in Cotonou gut schmeckt.
Nach Sonnenuntergang müssen wir dann aber doch zum Flughafen. Ihr Benin-Abenteuer geht zu Ende. Welch ein Kontrast erwartet Sie wieder in Europa, in welch unterschiedlichen Welten wir doch leben. Und dennoch werden Sie zurückblicken, auf sehr glückliche und zufriedene Menschen, die Sie in den vergangenen zehn Tagen getroffen haben. Menschen, von denen wir viel zu oft und zu pauschal behaupten, sie gehörten zu den Ärmsten der Welt. Wenn Explore Bassanhoue dieses im Verlauf der Reise gelungen ist: Wenn wir Sie zumindest zum Nachdenken und zuweilen vielleicht auch zum Perspektivwechsel, zumindest aber zu einer gewissen Horizonterweiterung geführt haben, dann waren wir mit unserem Programm erfolgreich.
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Weitere Informationen und Buchungshinweise: www.explore-bassanhoue.de

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